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Alle wollen sie nach Pandora….
…ich nicht, ich bin da nämlich schon!
Für alle die davon noch nichts mitgekriegt haben: Pandora ist der Ort wo der erfolgreichste Film aller Zeiten spielt - Avatar -
James Cameron hat sich selbst übertroffen und seinen bisherigen erfolgreichsten Film Titanic übertrumpft.
Ich war letzte Woche im Kino und hab mir Avatar in 3D angesehen. Klar, ein toller Film und schöne Effekte, es geht um einen angeblich fernen Ort, der als Planet sehr unserer Erde ähnelt, und dort Leben Waldwesen die in Harmonie mit der Natur leben, dann kommen böse Marines oder irgendeine andere Supersoldatentruppe und wollen erst auf friedlichem Weg an die Bodenschätze und das klappt nicht und dann wird halt alles abgeballert.
So mal die Story im groben.
Die Wesen auf Pandora haben auffällig viele Verhaltensweisen wie manche indigene Völker bei uns hier. Sie singen, feiern Rituale, sprechen mit Tieren und Pflanzen.
Bisher haben ich echt in vielen Blogs gelesen die diesen Film gesehen haben: Ich will auch nach Pandora!
Und da frage ich mich ehrlich, laufen die alle mit Scheuklappen durch die Gegend oder warum sehen die das alle nicht? Das ist doch genau die Geschichte von uns hier!
Heute steht bei uns in der Tageszeitung:
Post Avatar Depression, das Problem haben wohl eine Menge Menschen, die sich den Film angesehen haben.
Und jetzt habe ich mal auf youtube gesucht und tatsächlich, es gibt zig Einträge darüber hier einer von CNN:
Ich bin absolut geplättet! Als ich aus dem Kino raus bin habe ich mir gedacht, klasse, das ist doch genau das was die Erde braucht, Menschen die sonst vielleicht nicht so aufmerksam waren, endlich die Augen ein wenig zu öffnen. Neuzeitliche Geschichten haben eine große Macht und nichts anderes sind Filme.
Doch leider scheint es genau das Gegenteil zu bewirken. Die Menschen sehnen sich hier weg, empfinden das Leben hier als grau und trist, sagen unsere Erde ist am sterben und eh nicht mehr zu retten….
Ich finde diese Gedanken einfach nur schrecklich, unsere Erde lebt und sie wird uns sogar alle überleben. Macht doch einfach mal die Augen auf!!


Huhu,
ich habe zwar den Film noch nicht gesehen, gebe dir aber recht - wir leben auf einer wunderbaren bunten Welt, und das die trotzdem in vielen Ecken grau ist, vor allem in Städten, ist unser “Verdienst” - wir können es auch ändern!
Bodecea
Also ich war letztes WE auch in diesem Film, ich finde ihn atemberaubend und er hat mich auch sehr bewegt. Aber nicht auf eine Art und Weise die mich depressiv machen würde, sondern eher im Gegenteil. Ich hab mir nach dem Fil gedacht “ja, seht ihn euch alle an denn dann seht ihr wovon wir uns immer mehr entfremden, ihr seht was wirklich wichtig ist im Leben”. Für mich hat der Film viele gesellschaftskritische Botschaften. Auf der anderen Seite zeigten die Navis praktisch das woran ich glaube, was ich in Teilen lebe. Ich hätte auch eher gehofft das die Menschen sich nach dem Film auf unseren Planeten und unsere Umwelt, um Tiefisnnigkeit und Spiritualität besinnen. Abe rda kann man sehen wie sehr den Menschen das heutzutage fehlt. Wie sehr wir uns entfremdet haben von der Natur, von unserem Stamm, von unseren Wurzeln. Viele von uns sind wurzellose, orientierungslose, einsame Wesen die ein Leben führen ohne tieferen Sinn und Zweck zu spüren. Die einer Arbeit nachgehen die sie nicht mögen, vielleicht nur oberflächliche Bekanntschaften haben usw.
Und dann gehen sie in Avatar und sehen diese Welt, diese ursprüngliche Welt die sie vielleicht auch tief in ihem Inneren an ihre eigene Vergangenheit, die Vergangenheit ihrer Seele, das Erde der Menschen erinnert. Sie sehen diese Stämme die im Einklang mit sich und ihrer Welt leben. Sie sehen die Einheit mit der Natur, die Aufgaben die jeder im Stamm hat, dieser große Zusammenhalt. Das hatten wir auch alles einmal und das vermissen sie nun. Nur das sie sich anscheinend nicht darüber bewusst sind das es dies bei uns auch gab und das wir nicht auf einen fernen Planeten reisen müssen um es wiederzufinden.
LG
Karmi
Hallo Karmindra,
ich merke der Film hat dich wirklich sehr bewegt. Tja, ist halt ein Cameron Film, der weiß genau wie das geht, wobei die Story mich schon sehr enntäuscht hat…da fand ich Titanic bewegender, aber nun gut ich verstehe schon was du meinst. Wobei ich einiges anders sehe. Ich denke auch das wir uns sehr entfremdet haben von Mutter Erde, das liegt aber auch daran weil wir nicht mehr so auf sie angewiesen sind, oder es zumindest glauben zu sein, wie zu frühren Zeiten. Es gibt tatsächlich Menschen die nicht wissen woraus z.B. Sauerkraut besteht.
Der Film Avatar beschreibt zwar ein Naturvolk das scheinbar im Einklang mit seiner Umwelt lebt aber verdammt auch gleichzeitig die “normalen” Menschen und schließt sie aus der Gemeinschaft aus und hält sie für nicht würdig genug, mir ist das ehrlich gesagt zu elitär und zu ignorant.
Denn: Unsere heutige Technologie ist ein Segen, und wir alle nutzen sie jeden Tag. Wir können sie dazu einsetzen dieses Leben hier auf Mutter Erde zu verbesseren und Evolution voranzutreiben, denn darum gehts ja im Leben.
Ich glaube nicht das Menschen zu frühreren Zeiten besonders spirituell waren und auch nicht das sie besonders im Einklang mit Mutter Erde gelebt haben, auch da wurden schon wahllos Tiere und Pflanzen vernichtet, es ist ein Trugschluß zu glauben früher war alles besser, das war es leider ganz und gar nicht.
Wir leben jetzt und sollten nicht dauernd von fremden Zeiten schwärmen, wir sollten jetzt was tun, unser Leben jetzt gestalten!
Die Naturschutzbewegung in diesen Zeiten ist enorm stark ausgeprägt, und ich hoffe sie wird weiterhin stärker. Nur was man kennt, findet man auch wert zu schützen, da braucht man noch nicht mal spirituell veranlagt zu sein.
Ich finde die Aufgabe zu Leben schon erfüllend genug, da brauch ich keine die ein Stamm mir vorgibt
Grüße,
nenya
Hallo Nenya
Also mal ganz ab davon ob ich den Film gut fand oder nicht, ich finde schon das es immer Zeiten und Stämme seit der Existenz der Menschheit gegeben hat die besonders spirituell waren oder besonders im Einklang mit Mutter Erde gelebt haben. Natürlich war das nicht früher überall auf der Welt so. Aber wenn man sich z.B. anhört was heute noch Menschen aus den Stämmen der Aborigines, Inuits oder nativ Amercians sagen und lehren, so finde ich kann man schon behaupten das die weitaus spiritueller und erdverbundener gelebt haben (oder teilweise immer noch leben) als es heute der Fall ist. Ich möchte das nicht romantisch verklären oder gar behaupten dort hätte es sicherlich keine Negativität im Sinne von Hass, Streit, Mord usw. gegeben. Genau so wie man sich fragen könnte was diesen Menschen ihre Spiritualität etc. gebracht hat, denn im Endeffekt sind sie von anderen Völkern überrannt, vertrieben und getötet worden und von ihrer Kultur ist nichtmehr so viel übrig geblieben. Aber diese Menschen lehren immernoch das Mutter Erde beseelt ist, dass alles lebt und das in allem Gott zu finden ist. Das man ein Tier nicht zum Spass töten sollte sondern das man dem Geist des Tieres dankt, dass man Fleisch, Knochen und Fell verwertet.
Es geht mir nicht darum die heutige Gesellschaft und unseren technischen Fortschritt zu verteufeln. Natürlich ist es ein Segen, wir Deutschen z.B. sind gesegnet damit in einer solch reichen, wohlständigen Welt zu leben. Darüber hinaus bin ich ganz persönlich sehr dankbar für mein Internet, mein Telefon, mein Handy, dafür Elektrizität nutzen zu können und solchen Luxus wie Kinobesuche meinen Alltag bereichern können ;).
Mit einem Stamm meine ich im übertragenen Sinne sowas wie eine Familie, einen Freundeskreis. Menschen die einem Halt geben. Eben eine Gemeinschaft in der man einen Platz hat. Das fehlt heutzutage durchaus sehr vielen Menschen denke ich. Überall findet man zerrüttete Familienverhältnisse, geschiedene Eltern, Kinder die in Pflegefamilien aufwachen, alleinerziehende deren Kinder rauchen, trinken die Schulke schwänzen und ihren Eltern auf dem Kopf herumtanzen. Früher bist du meistens (als Mann) in die Fussstapfen deines Vater getreten (beruflich gesehen) und als Frau war dein Platz zu Hause. Davor in viel früheren Zeiten waren die Männer auf der Jagd, die Frauen haben gesammelt. Was ich mit diesen Klischees ausdrücken möchte ist das die Menschen damals schon von Geburt an eine Art Bestimmung hatten. Ob diese nun gut oder schlecht war sei dahingestellt. Ich bin froh das ich meinen Beruf frei wählen konnte. Aber es gibt genug junge Menschen die damit z.B. vollkommen überfordert sind. Die eine Ausbildung nach der anderen anfangen und abbrechen. Oder die lieber Sozialhilfe empfangen möchten als selbst zu arbeiten. Ich glaube nicht das all die Freiheiten die wir Menschen heute haben nur reiner Segen sind, denn vielen fehlt es an Struktur und wahrscheinlich vor allem an Liebe. Das meinte ich mit Stamm, eine Gemeinschaft die einem Liebe und einen Platz schenkt.
Ja du magst Recht haben das die Navi im Film elitär und ignorant sind. Ein sehr menschlicher Wesenszug der jedoch denke ich sehr verständlich ist wenn jemand das zerstört was mir heilig ist.
Aber es ist eben auch nur ein Film. Mehr nicht. Das wahre Leben spielt hier, bei uns, auf diesem Planeten. Und ich ziehe es vor positive Aspekte und Nachrichten aus diesem Film zu ziehen als eine Depression
Oder um es mit den Worten meiner besten Freundin zu sagen:
“Ich bin dankbar, dass eine solch tolle Botschaft in den Kinos so oft besucht wird, und hoffe, dass die Nachricht im Film zu so vielen Menschen wie möglich durch dringen möge.
Mögen wir nicht den Wunsch verspüren nach Pandora zu flüchten, sondern mögen wir Gaia zu Pandora führen.”
LG
Karmi
Hey Karmindra,
puh, da packst du viel in einem Topf. Och pick mal das raus was ich eher bedenklich finde.
Du schreibst das viele Menschen die scheinbar haltlos durch die Welt geistern ohne einen Sinn zu sehen. Ja, das mag wohl sein aber meiner Meinung nach liegt das viel an dem System in dem wir leben und ja auch an uns selber, aber ich sehe das eher als Resultat.
Die vorgefestigten Rollen von denen du schreibst, Männer=Jäger und Frauen=Sammler sind in der Tat Klischees und und dazu noch total ausgelutschte, denn nach heutigem Wissen war vieles anders als es jahrhundertelang gelehrt wurde.
Ich finde dieses Rollenbild auch einfach nur langweilig und ich brauche dieses sicheres Gefühl nicht. Es bietet mir viel zu wenig Entfaltungsmöglichkeiten und unterbindet die Authentizität.
ich kann aber verstehen das es viele gibt die sich dadurch geborgen fühlen und nicht wissen was sie mit sich anstellen sollen wenn dieser Halt nicht existiert. Im übrigen sind deine weiteren Klischees auch nicht besonders passend, es gibt genuaso rauchende und trinkende Kinder in allzu bürgerlichem Haushalte, und es kanne in Segen für das Kind sein in einer Pflegefamilie aufzuwachsen wenn es so einem Elternhaus entkommt das seine gesunde Entwicklung nicht gewährleisten kann.
Ich glaube nicht das es den Menschen an Struktur fehlt, wenn das so einfach wäre dann bräuchten wir ja nur so was wie eine Militärakademie aufmachen und alle da rein stecken….
Ich habe vorhin auf deinem Blog gelesen das du nun drauf achten willst nicht mehr zu fluchen weil das angeblich ja so schlimm ist, dazu muß ich sagen das Zwangsharmonie genauso ein Akt der Gewalt ist wie jeder andere auch.
Und diese Zwangsharmonie gibts überall, es ist echt zum kotzen.
Ja, Naturvölker wurden und werden vertrieben und getötet, untereinander treiben sie es aber auch nicht friedlich. Vielleicht sollten wir endlich mal akzeptieren das wir und die NAtur einfach so sind? Mörder und Ermordete? Ich will hier keinen Genozid als naturgegeben annehmen aber ich bin es auch echt mal leid immer nur zu lesen das Naturvölker immer als Vorbild hingestellt werden nur weil es in diversen Dokus so aussschaut und rüberkommt!
Grüße,
Nenya
Nagut, so eine Diskussion ist (zumindest für mich) auch schwer über das Internet zu führen. Weil einfach sehr viele Dinge ganz schnell missverstanden werden können und man nicht sofort auf die Argumentation des anderen eingehen kann. Ich fühle mich zumindest grade schon sehr missverstanden, habe aber auch keine Lust das Pferd nochmal von einer anderen Seite aufzusatteln. Manche Dinge kann ich sicherlich besser in gesprochenen als in geschriebenen Worten erklären. Denn manchmal wird mir schon beim Schreiben selbst bewusst das ich wieder provokative Ansätze wähle die evtl. missverstanden werden. Wie gesagt ich halte nichts von Rollenklischees, auch nichts von der Romantisierung irgendwelcher alten Zeiten und Umstände. Wie du schon selbst sagtest “früher war nicht alles besser”.
Was meinen Blogeintrag angeht hast du das wahrscheinlich auch etwas in den falschen Hals bekommen. Es geht mir NICHT darum eine zwanghafte eigentlich nicht existente Harmonie heraufzubeschwören. Ich sehe Emotionen wie Wut, Trauer, Aggression usw. auch nicht als schlecht an. Denn sie gehören zu unserem Menschsein dazu und gerade das macht das menschliche Leben und Empfinden ja aus und ich bin glücklich und dankbar das ich diese menschlichen Erfahrungen mache. Genau so finde ich es ungesund solche Emotionen zu unterdrücken. Wenn ich beschliesse nicht mehr zu fluchen, dann meine ich damit nicht das ich meine Wut zukünftig unterdrücken will, sondern das ich mir gerne ersteinmal ansehen will was mich gerade bewegt und ob es wirklich Wut ist, wo diese herkommt und ob sie von Nöten ist. Wie ich in meinem Blog schon geschrieben habe bin ich ein Mensch der durchaus mal ganz gerne vor sich hinflucht und das betrifft manchmal einfach vollkommen unnötige Dinge. Muss man z.B. fluchen nur weil man eine steile Treppe emporsteigt und aus der Puste ist? Ich denke es ist nicht einmal ein Grund sich aufzuregen. Aber durch bestimmte Automatismen die sich eingeschlichen haben neigt man (oder in so einer Situation ich) dazu einfach in alte Muster zu fallen. Es geht also nicht darum zwanghaft negative Emotionen zu unterdrücken sondern mit Achtsamkeit durchs Leben zu gehen.
Grüßlies,
Karmi
Moin Karmindra,
jo, schriftliche Kommunikation ist auch für mich immer doof. Du sollst dich jetzt aber nicht von mir genötigt fühlen mit mir einen Konsens zu finden, ich schätze einfach wir haben zwar einige Schnittmengen gemeinsam aber der Rest ist halt ein total anderes Weltbild, ich hab da kein Problem mit.
Ich laß das jetzt einfach so stehen als deine und meine Meinung und fertig….
Zu dem anderem Thema, das mir auch allerorts im Netz begegnet möchte ich noch fragen wenn du glücklich bist dann äußerst du das doch auch, oder? Also du wirst sicher lächeln oder lachen oder Jippiehheijeah rufen. Warum findest du das mit der Wut und dem fluchen nicht genauso wichtig und richtig? Alleine diese Unterscheidung zeigt doch das du da sehr wohl denkst das es nicht “richtig” ist. Und ein kurzes verfickte Scheiße, ist für mich kein Grund da groß rumzuanalysieren.
Solltest du natürlich den ganzen Tag nichts anderes äußern als Flüche oder Den ganzen Tag vor dich hingrinsen, ja dann würde auch ich mir Gedanken machen, aber ansonsten ist doch alles in bester Ordnung.
Vergiß einfach nicht vor lauter “Achtsamkeit” dein eigenes Leben zu leben, würde ich dir jetzt sagen wenn wir uns persönlich gegenüber sitzen würden…..
Einen schönen Weibertag noch,
Nenya
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